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26.02.2018

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Wurde Warnung vor Marktversagen in Davos überhört?

 

Trump forderte Reform des internationalen Handelssystems

Sascha A. Roßmüller

Beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos im Kanton Graubünden kommen international führende Wirtschaftsexperten, Politiker, tatsächliche und selbsternannte Intellektuelle sowie zahlreiche Journalisten zusammen, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren. Das Forum bezeichnet sich als eine unparteiische gemeinnützige Organisation, die an keinerlei politische, parteiliche oder nationale Interessen gebunden ist. Letzteres glaubt man sofort, doch wie unparteiisch oder gar gemeinnützig die Organisation ist, darüber lässt sich trefflich streiten, angesichts des Umstandes, die in etwa 1000 Mitgliedsunternehmen ihre Organisation wohl kaum aus reinem Altruismus finanzieren dürften. „Das Jahrestreffen ist immer auch eine große Verkaufsveranstaltung“, charakterisierte beispielsweise auch die ZEIT den Event, was dann doch wenig nach Gemeinnützigkeit klingt. Das typische Mitgliedsunternehmen ist ein globales Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als fünf Milliarden US-Dollar. Seit 2005 bezahlt jedes Mitgliedsunternehmen eine Basis-Jahresmitgliedsgebühr von 42.500 Schweizer Franken und eine Gebühr von 18.000 Schweizer Franken für die Teilnahme am Jahrestreffen in Davos. Industrie- und strategische Partner bezahlen jeweils 250.000 und 500.000 Schweizer Franken, um maßgeblich an den Initiativen des Forums mitzuwirken.

Das diesjährige 48. Jahrestreffen mit mehr als 3000 Teilnehmenden fand vom 23. bis 26. Januar 2018 statt und stand unter dem Motto „Creating a Shared Future in a Fractured World (Eine gemeinsame Zukunft in einer fragmentierten Welt schaffen)“. Schwerpunkte des Treffens waren – auch nicht wirklich neu - Umweltprobleme, sowie Cyberattacken, politische Krisen und wirtschaftliche Ungleichheit. Die aktuell in schlechtem Ruf geratene Entwicklungsdachorganisation Oxfam warnte in ihrem traditionellem Bericht vor den Davos-Treffen vor einer weiter zunehmenden weltweiten Ungleichheit. 82 Prozent des 2017 neu erwirtschafteten Vermögens seien an das reichste Prozent der Weltbevölkerung geflossen; dies besitze damit mehr als die anderen 99 Prozent zusammen, während 2002 dieser Wert noch bei 43 Prozent gelegen habe, ist die Quintessenz des Oxfam-Berichts „Reward Work, not Wealth (Arbeit, nicht Vermögen belohnen)“. Mit Donald Trump reiste seit 17 Jahren erstmals wieder ein amtierender US-Präsident zum Weltwirtschaftsforum. Trump unterstrich mit deutlichen Worten, wie man sie aus seinem Wahlkampf kennt, dass er angetreten ist einen von Obama vor sich her getragenen „Change“ einzuleiten: „Weltweit gibt es eine Klasse an Bürokraten, die nicht gewählt sind, und den normalen Arbeitern das Leben schwer machen. In Amerika ist ihre Zeit vorbei“, sagte Trump und fuhr mit Blick auf die Weltwirtschaft fort: „Wir sollten das internationale Handelssystem so reformieren, dass es für alle mehr Wohlstand verspricht, die nach den Regeln spielen.“ Weit weniger zukunftsfroh gab sich hingegen „Wir schaffen das“-Kanzlerin Angela Merkel. „Zu Hause gibt sich Merkel immer optimistisch, dass sich Probleme schnell lösen lassen. Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos trat die Bundeskanzlerin dagegen ungewohnt besorgt auf“, schrieb beispielsweise der Fokus.

Doch auch renommierte Finanzmagnaten hielten mit ihren Befürchtungen nicht hinter den Davoser Bergen. „Beim Weltwirtschaftsforum in Davos haben die Chefs von Barclays Plc, Citigroup Inc. und der Carlyle Group allesamt vor Parallelen zu dem überschäumenden Aktienmarkt in den Vorkrisenjahren 2006 gewarnt“, berichtete hierzu das Handelsblatt. „Da draußen herrscht eine Taubheit, da ist eine Ambivalenz, die besorgt macht“, beklagte der CEO der Citigroup Michael Corbat auf einem Bloomberg-Panel in Davos. „Wenn die nächste Kehrtwende kommt – und sie wird kommen – wird es wahrscheinlich ärger als es wäre, wenn wir entlang des Wegs etwas Druck ablassen würden“, erinnerte der Barclays-CEO Jes Staley an das optimistische Umfeld an den Vorabend der letzten Krise vor einem Jahrzehnt. Die Kombination von Aktienkursen auf Rekordhöhen und Volatilität in der Nähe von Allzeittiefs sei auf lange Sicht nicht nachhaltig, zitierte das Handelsblatt. „Mit Zinssätzen rund um den Globus nahe an Rekordtiefs haben Unternehmen billige Finanzierungen nur so verschlungen. US-Unternehmen haben nach Angaben von Standard & Poor’s einen Rekord an Schulden und Fremdkapital angehäuft, wobei viele so anfällig für Zahlungsausfälle sind wie vor der Krise. Die Explosion der Leveraged Loans, die Banken für bereits verschuldete Unternehmen strukturieren und dann an Investoren weiterverkaufen, unterstreicht diesen Trend“, schrieb das Wirtschaftsblatt weiter. Mit ihrer Aussage „Wenn die Zinssätze in den nächsten zwölf Monaten signifikant steigen, wird es eine Menge Leute geben, die Geld geliehen haben, das sie nicht zurückzahlen können. Diese Leute sind da draußen, und die Märkte preisen das überhaupt nicht ein.“ deutete Anne Richards, CEO von M&G Investments, nicht anderes als ein finanzpolitisches Marktversagen an – was aber, wie es scheint, weitergehend überhört wurde.

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