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22.03.2010

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Minderwertige Löhne für Frauenarbeit - worum es wirklich geht

Seit einigen Tagen werden die Schlagzeilen von einem Thema beherrscht, das seit Jahren immer mal wieder in der Öffentlichkeit debattiert wird: die minderwertigen Löhne für Frauen, die ein europäisches, vor allem aber ein deutsches Problem sind. Während Frauen im EU-Durchschnitt 17 Prozent weniger verdienen als Männer, sind es in Deutschland über 23 Prozent! Nur in Estland, Tschechien und Österreich werden Frauen noch schlechter bezahlt.
Da fragt man sich zwangsläufig, wie so etwas in Zeiten von Gender Mainstreaming und Emanzipation noch sein kann? Alle politischen Kräfte drängen auf Gleichmacherei – was zuweilen auch mit Gleichberechtigung verwechselt wird. Vielerorts herrscht leider die kranke Ideologie vor, daß sich Männer und Frauen allein durch Erziehung seelisch und geistig unterschiedlich entwickeln würden. Beispielhaft dafür steht das vielzitierte Wort der Emanzenkönigin Alice Schwarzer, als Frau werde man nicht geboren, zur Frau werde man gemacht.
Warum also herrscht an so einer wichtigen Stelle wie den Gehältern noch Ungleichbehandlung und Diskriminierung? Die Antwort findet man, wenn man die familienpolitischen Konzepte der letzten Regierungskoalitionen etwas näher betrachtet.
Beispiel Elterngeld: Seit dem 1.1.2007 kann sich ein Elternteil eine zwölfmonatige Auszeit nehmen und anstelle des Erziehungsgeldes das am bisherigen Nettogehalt bemessene Elterngeld beziehen. Erklärtes Ziel der Initiatoren ist es vor allem, die Bindung der Mutter an ihren Beruf zu stärken. Die ideologisch bedingte Gleichmacherei von Mann und Frau wurde durch die Einführung des Elterngeldes einen Schritt weiter getrieben. Kinder werden in der Republik der allumfassenden Ausbeutung eben nur noch als Belastung empfunden. Man darf darauf warten, daß die Politik in absehbarer Zeit per Gesetz beschließt, daß Paare fortan selbst entscheiden dürfen, ob die Frau oder der Mann das Kind zur Welt bringt...
Beispiel Kindertagesstätten: Hand in Hand mit der Einführung des Elterngeldes geht der Vorstoß der alten Bundesregierung, daß ab 2013 die Kommunen für jedes Kind ab dem zweiten Lebensjahr einen Platz in einer Kindertagesstätte schaffen müssen, der dann auch einklagbar ist. Somit soll es gelingen, daß Kleinkinder sofort nach ihrem ersten Geburtstag in eine Kinderkrippe abgeschoben werden können.
Dabei beweisen Studien, daß die Unterbringung von Kleinkindern in Tagesstätten durchweg negative Auswirkungen hat. In den USA wurde 2007 die größte Langzeitstudie ihrer Art zu den Folgen von frühkindlicher Unterbringung in Tagesstätten veröffentlicht. Das Ergebnis dieser mehr als 16 Jahre andauernden Untersuchung sollte alle Kita-Fetischisten aufhorchen lassen: Kinder, die bereits früh in Ganztagesstätten untergebracht werden, neigen später häufiger zu auffälligem Verhalten und besitzen einen geringeren Wortschatz. Die Studie läßt keinen Zweifel daran, daß sich eine hochwertige elterliche Erziehung in allen Belangen positiv auswirkt. Abgesehen davon muß man kein Wissenschaftler sein, um zu erahnen, daß die Nähe zur Mutter für ein Kleinkind von elementarer Bedeutung ist.
Doch es gibt hier wie immer im Leben zwei Meinungen: Eine andere Studie von 2008 bescheinigte Kindern, die früh in einer Tagesstätte Unterschlupf gefunden haben, eine höhere Chance, es später einmal aufs Gymnasium zu schaffen. Allerdings gibt es allerlei berechtigte Kritik an der Methodik dieser Untersuchung. Und wenn man weiß, in wessen Auftrag diese Studie erfolgte, wundert man sich kaum noch über die Resultate: Auftraggeberin war die Bertelsmann-Stiftung, also die geistige Speerspitze des Neoliberalismus in Deutschland, die Denkschule der Ausbeuter und Freihandelsextremisten. Eine Institution wie die Bertelsmann-Stiftung wird wenig Interesse daran haben, der Ausbreitung von Kinderdeponien, Verzeihung, Kindertagesstätten, ein negatives Zeugnis auszustellen – ganz im Sinne der kapitalistischen Ausbeutermentalität, die sich dieser „Think Tank“ zu eigen gemacht hat.
Resümee: Die durchschaubare Absicht bei der Förderung von Kindertagesstätten ist es, die Mütter für den Arbeitsmarkt zu rekrutieren, um durch Lohndumping Kosten einsparen zu können. Denn das Spiel mit den Billiglöhnen funktioniert bekanntermaßen nur, wenn am Markt ein Überangebot an Arbeitskräften vorhanden ist.
Damit ist klar, weshalb der Gesetzgeber nicht schon längst die Initiative ergriffen und die Unternehmen, die Frauen mit Billiglöhnen abspeisen, zur Rechenschaft gezogen hat, sondern stillschweigend duldet, daß Frauen nach wie vor unterbezahlt sind – obwohl das weibliche Geschlecht inzwischen die Mehrheit der Abiturienten und Hochschulabsolventen stellt. Eine Minderheit von Personen in diesem Land verdient sich eine goldene Nase an dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle – nichts anderes steckt hinter Elterngeld und Kita-Ausbreitung. Und so lange diese Herrschaften den Zugang zu den politisch Verantwortlichen haben, wird sich daran auch nichts ändern. Alle Jahre wieder steht das Thema auf der politischen Agenda – nur geschehen ist nichts. Und es ist davon auszugehen, daß auch der neue Vorstoß der EU-Kommission im Sande verlaufen wird.
Einerseits sollen die Frauen für Billigjobs rekrutiert werden, andererseits ist man versucht, die Grenzen zwischen den Geschlechtern immer mehr aufzuweichen – ganz im Sinne von Alice Schwarzer. Mit großangelegten Werbeoffensiven will man Schülerinnen am „Girls Day“ für Ingenieurstudiengänge begeistern. Gleichzeitig langweilt man die Jungen, indem man ihnen Erzieher- und Pflegeberufe schmackhaft machen will. Doch aller ideologischer Firlefanz wird nichts daran ändern, daß auch noch in fünfzig Jahren die technischen Berufe von Männern und die sozialen Berufe von Frauen dominiert werden.
Die NPD-These zu diesem Thema ist klar: Wir wollen sicher nicht die Frauen in die Küche einsperren. Stattdessen bekennen wir uns zu echter Gleichberechtigung, woraus auch selbstverständlich der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sowie die uneingeschränkte Freiheit der Berufswahl resultieren. Es geht nicht darum, irgendjemanden in eine Rolle zu zwingen, sondern darum, daß man den natürlichen Unterschied zwischen Mann und Frau respektiert, anstatt ihn zu leugnen. Leider wird die Diskussion mit so viel ideologischem Sprengstoff geführt, daß jeder real bestehende Unterschied – etwa die Tatsache, daß es mehr männliche Ingenieure gibt als weibliche – als Folge von Diskriminierung verkauft wird.
Um nicht mißverstanden zu werden: Die Diskriminierung ist vielerorts real, etwa wenn es um Aufstiegschancen oder um Gehälter geht. Was wir aber brauchen, ist erstens eine echte Gleichberechtigung, die sich auch auf der Lohnabrechnung bemerkbar macht, und zweitens eine Werteumkehr, die die genetisch bedingten Unterschiede zwischen Mann und Frau akzeptiert und nicht in jeder Ungleichheit die Dominanz des Patriarchats sieht. Wenn eine Frau, die die Erziehung ihrer Kinder dem Wiedereinstieg ins Berufsleben vorzieht, als Faulenzerin oder als unterdrücktes Hausmütterchen abgestempelt wird, dann läuft im Werteverständnis der Bevölkerung einiges verkehrt. Stattdessen muß die Politik dafür sorgen, daß Männer und Frauen gemeinsam ihre Stärken da einsetzen, wo sie gebraucht werden und in der Familie das starke Fundament für eine Volksgemeinschaft schaffen.

Quelle:http://www.npd-bayern.de/
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