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14.08.2014

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Die Rückkehr des Unbegreiflichen

Wer immer auch der Meinung ist, die Schikanen gegen nationale Bürger und Vereinigungen werden mit nicht mit steigerbaren Absurditäten begründet, wird in diesem Staat enttäuscht werden.

Den vorläufigen Höhepunkt liefert die geradezu irrwitzige „Begründung“ des Landratsamtes Coburg für das Verbot des alljährlichen Sommerfestes des dortigen NPD-Kreisverbandes. Seit fünf Jahren führt die Coburger NPD ihr Sommerfest immer am ersten Samstag im September durch. Im vergangenen Jahr mußte es ausfallen, weil – einige werden sich erinnern – das Landratsamt Coburg den Zugang zum Festgelände aufgraben und die Kreisstraße mit 80 bis 100 LKW-Ladungen Schutt und Erde abdecken ließ. Eine derartige – als Baumaßnahme bezeichnete – Steuergeldverschwendung wollte man in diesem Jahr dann doch nicht durchführen, da sich diese Maßnahme ursprünglich gegen einen geplanten NPD-Bundesparteitag und den NPD-Bayerntag richtete, und das Sommerfest sozusagen im Vorbeigehen mitverhindert wurde.

Nein – dieses Jahr machte man sich im Landratsamt anspruchvolle Gedanken und griff ganz tief in die Geschichtskiste.

Vorab an unsere geneigten Leser die Frage: was geschah am 06. September 1944, denn ein Teil der Verbotsbegründung bezieht sich auf ein Ereignis, welches an diesem Tag stattfand. Es versteht sich von selbst, daß selbst historisch Interessierte da in Verlegenheit kommen. Also an diesem Tag warfen alliierte Bomber 1500 Sprengbomben, 10 000 Brandbomben und 3000 Phosphorbomben über der ostfriesischen Stadt Emden ab und zerstörten 80 Prozent der Stadt. Die Rüstungswerke vor der Stadt blieben unzerstört. Gut, hat zwar nichts mit dem Landkreis Coburg zu tun, aber es hat ja immerhin Deutsche getroffen. Aber diese Deutschen waren ja gewissermaßen – nach aktueller Sprachregelung an ihrem Schicksal selber schuld, da sie Nazis waren. Also mit dem Bombenterror gegen Emden hat das Verbot natürlich nichts zu tun. Aber es gab ja auch ein Opfer erster Klasse, gewissermaßen das Opfer aller Naziopfer, welches eine Verbindung zum 06.09.1944 hat: an diesem Tag wurde Anne Frank mit ihrer Familie in das Konzentrationslager Auschwitz eingeliefert. Aber auch an dieses Ereignis haben die Beamten im Landratsamt nicht gedacht, eigentlich eine ungeheuerliche Verdrängung des Schicksals der Anne Frank.

Zitieren wir also aus der Verbotsverfügung:

„Am 6. September 2014 jährt sich zum siebzigsten Mal der Beginn des Einsatzes der V2-Rakete gegen britische und niederländische Städte. Bis Kriegsende wurden mehr als 3170 Raketen abgefeuert, gut die Hälfte auf den alliierten Nachschubhafen Antwerpen, 1300 auf die britische Hauptstadt London. Der V2-Rakete kommt eine besondere Bedeutung im Krieg zu, da sie wegen ihrer mangelnden Zielgenauigkeit nicht geeignet war, gezielt militärische Einrichtungen zu bekämpfen. (Anmerk. d. Red.: Die Alliierten haben ja selbstverständlich ausschließlich militärische Ziele bombardiert, siehe Emden)Stattdessen wurde sie systematisch eingesetzt, um in der letzten Phase des Krieges die Zivilbevölkerung zu terrorisieren. (Anmerk. d. Red.: Die über eine halbe Million deutschen Zivilisten, die dem alliierten Bombenangriffen zum Opfer fielen, sind unbeabsichtigt erschlagen und verbrannt worden. Sie waren nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Dresdner oder Würzburger hätten Anfang 1945 ja auch in den Wintersport fahren oder eine Landpartie machen können!) Der besondere Schrecken, den diese Waffe verbreitete, beruhte vor allem darauf, dass zu der damaligen Zeit wegen der hohen Geschwindigkeit der Waffe unmöglich war, Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Insgesamt töteten die fliegenden Bomben V1 und V2 mehr als 15 000 Menschen, rund 47 000 wurden verletzt (Anmerk d. Red.: Die alliierten Humanisten haben am 23. Februar – in der tatsächlichen Endphase des Krieges – in 22 Minuten (!) 17200 Menschen in Pforzheim getötet und 98 Prozent der Stadt zerstört), rund 47 000 wurden verletzt. Auch die materiellen Schäden durch den Beschuß mit V1 und V2 in Großbritannien und Belgien waren außerordentlich groß: In London werden 29 000 Häuser zerstört und über 1,2 Millionen beschädigt. In Belgien zerstörten die Fernwaffen fast 5700 Häuser und beschädigten rund 167 000 Gebäude.

In Deutschland wurde die V2-Rakete als „Wunderwaffe“ propagiert. Sie hatte möglicherweise eine psychologische Auswirkung auf den Durchhaltewillen der deutschen Bevölkerung und damit Anteil daran, dass das verbrecherische System des Nationalsozialismus erst am 8. Mai 1945 vollends zusammenbrach.“

Soweit der erste Teil der Verbotsbegründung. Es wird weiter argumentiert:

„Würde an dem Tag durch eine rechtsradikale Gruppierung ein Sommerfest abgehalten oder ein anderes freudiges Fest, so birgt dies die Gefahr, dass es zu einer Beeinträchtigung der Würde der Opfer kommen kann oder die unmittelbare Gefahr einer erheblichen Verletzung grundlegender sozialer oder ethischer Anschauungen kommen kann, denn es erweckt den Eindruck, dass der durch die V2-Rakete ausgelöste Terror Grund für Freunde gibt oder zumindest der Terror verharmlost wird oder der entsprechende Eindruck bei Dritten entsteht.“

Nein, dies ist kein Witz aus einer Kabarettsendung, oder ein ausufernder Scherz bei einem feuchtfröhlichen Abend, nein das ist Realität in Bayern im Jahre 2014. Man fragt sich, ob die Verantwortlichen für diese ungeheure Verhöhnung der Versammlungsfreiheit und des Rechtsstaates insgesamt noch alle Tassen im Schrank haben und in einer geschlossenen Anstalt besser aufgehoben wären als im Landratsamt Coburg, oder ob es sich um Politkriminelle im wahrsten Sinne des Wortes handelt. Alleine die alle Verhältnismäßigkeit mit den deutschen Opfern des Bombenkrieges hohnsprechende Larmoyanz den englischen Opfern gegenüber ist unerträglich. Wie krank müssen Hirne sein, derartiges zu ersinnen? Wie perfide meinen die roten Deutschlandhasser in Coburg noch gegen nationale Menschen und Vereinigungen vorgehen zu können?

Dagegen nehmen sich die beiden anderen „Begründungen“ des Versammlungsverbotes relativ bescheiden aus. In Coburg habe Adolf Hitler 1922 (!) seinen ersten Auftritt außerhalb Bayerns gehabt und die Stadt hätte, auch angesichts der Tatsache, daß 1930 die NSDAP in Coburg erstmals in Deutschenland einen Bürgermeister gestellt hatte, eine hohen Symbolwert für den Nationalsozialismus.

Nun, das Sommerfest findet im Landkreis Coburg und nicht in der Stadt Coburg hat. Hitler hat irgendwo immer ein erstes Mal gesprochen und die NSDAP gibt es seit 1945 nicht mehr.

Als dritten „Grund“ für ein Verbot führt das Landratsamt an, daß das Veranstaltungsgrundstück der Ehefrau des Sohnes des besagten NSDAP-Bürgermeisters von Coburg gehöre. Dieser habe ebenso wie die Stadt Coburg einen Symbolwert für den Nationalsozialismus. Zitat: „Es daher nicht akzeptabel, dass lokal und überörtlich – vereinfachend – der Eindruck entsteht, dass die Nachkommen des Franz Schwede rechtes Gedankengut fördern dürfen.“

Während der Bezug auf das Startdatum der V2-Rakete eher im komischen oder absurden anzusiedelnden Bereich ist, muß man sich den letzten Satz auf der Zunge zergehen lassen: „…nicht akzeptabel…, daß die Nachkommen des Franz Schwede rechtes Gedankengut fördern dürfen.“ In diesem Satz wohnt derart viel kriminelle und verfassungsfeindliche Energie, ein derart hohes Maß an menschlicher und charakterlicher Verkommenheit inne, daß man darüber fast sprachlos ist: Sippenhaftung für einen Vorfahren – bis in welche Generation eigentlich? Für wen ist das nicht akzeptabel – für den roten Landrat und seine Kumpane? Für Franken, Bayern, Deutschland oder die gesamte Menschheit? Was maßen sich diese erbärmlichen Figuren eigentlich an? Und was bedeutet „rechtes Gedankengut“? Ist normales rechtes Gedankengut bei diesen Gesinnungswächtern schon verdächtig? Nicht nur rechtsradikales, rechtsextremistisches oder einen Rechtsterror propagierendes Gedankengut? Aber in einer Stadt, in der Sozis und Linkspartei eine feste sozialistische Einheitsfront unter Einbindung von Antifa-Asozialen bildet, muß man sich über gar nichts mehr wundern.

Klage gegen diesen Wahnsinn wurde eingereicht und das Sommerfest der NPD Coburg wird selbstverständlich stattfinden.

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