npd-unterfranken.de - NPD Bezirksverband Unterfranken

17.06.2015

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Zur Lage in Griechenland

Seit Ausbruch der Banken- und in der Folge der Schuldenkrise im Jahre 2008 hat npd-bayern.de die Entwicklung sehr genau vorausgesagt – lange bevor sich die bundesdeutschen Qualitätsmedien damit beschäftigten, die meinten, die Lage wäre ein örtlicher Einbruch, der bereinigt werden könne. Aus politischen Gründen will die politisch-mediale Oligarchie in Deutschland und fast allen anderen europäischen Staaten die tatsächlichen Ursachen der Griechenlandkrise – welche eine Blaupause für Italien, Spanien und auch Frankreich ist – nicht benennen. Ekelhafte Propagandablätter, wie die BILD, schüren das Feindbild „fauler Grieche“, der den ganzen Tag Ouzo trinkend am Strand liegt.

Doch wie ist die Situation? Griechenland, aber auch andere südeuropäische Staaten, sind aus wirtschaftskulturellen Gründen durch eine für sie falsche Währung an Volkswirtschaften gekettet, die zu ihnen paßt, wie der Eisbär zur Antarktis.

Aber jetzt ist der vorhersehbare Großschaden da: Griechenland hat Staatsschulden von rund 350 Milliarden Euro, sowie Notfallkredite und Bankenbeihilfen durch die EZB im auch dreistelligen Milliardenbereich. Wie hoch die Target II – Salden Griechenlands bei der der Deutschen Bundesbank sind, weiß vermutlich nur Prof. Dr. Sinn vom Münchner Ifo-Institut, weil Politik und Medien sich für diese Nebensächlichkeiten nicht mehr interessieren.

Nur zur Erinnerung fand 2010 ein Schuldenschnitt statt, bei welchem Griechenland 160 Milliarden Euro erlassen wurden.

Die Führung der Europäischen Union hat es in der Zwischenzeit geschafft, die Ausfallrisiken der Kredite an Griechenland von den Privatbanken weg in den öffentlichen Sektor zu verlagern. Die jahrelangen milliardenschweren „Hilfspakete“ an Griechenland waren nichts anderes, als das Mästen ebenjener Privatbanken, die sich mit den immerwährenden Versicherungen, man werde ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone nicht zulassen, eine goldene Nase verdienten. Nun scheint das Spiel auch in den Augen der fanatischsten Verfechter des Irrweges zu Ende zu gehen.

Man kann als Anhänger eines Europas der Vaterländer nur hoffen, daß die griechische Regierung nun hart bleibt. Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone würde zweifelsfrei das Los des griechischen Volkes kurzfristig nochmals verschärfen. Vor allem deshalb, weil die Hellenen keine nennenswerte industrielle Basis und keine Rohstoffe haben. Das Land ist weitgehend auf Importe angewiesen, welche in der Vergangenheit durch Schulden finanziert wurden. Das wird kurzfristig nicht mehr möglich sein. Aber wenn die Griechen Mut haben – und manche historische Momente erfordern Mut – gehen sie mit ihrer Regierung den Schritt aus dem Euro. Das könnte der Anfang vom Ende einer wirtschaftlichen Mißgeburt sein. Was bedeutet das für unsere Heimat – für die Bundesrepublik Deutschland und für Österreich? Selbstverständlich sind alle Kredite und Bürgschaften für Griechenland verloren. Aber das sind sie ohnehin und nur Lügner und Phantasten können behaupten, daß dies nicht so wäre. Griechenland wird niemals in der Lage sein, seine Schulden abzutragen. Selbst die historisch niedrigen Zinssätze sind eine schwere Bürde.

Was ist der Ausweg? Laßt Griechenland aus der Eurozone gehen, aber laßt es nicht untergehen. Die einfachen Griechen leiden unter dem Diktat von Brüssel, aber sie haben mit einer eigenen Währung die Möglichkeit zu einer Restrukturierung ihrer Wirtschaft. Dazu brauchen sie aber als Mitglied unserer europäischen Völkerfamilie natürlich auch die Unterstützung unseres Landes. Das ist allemal billiger als die andauernden wirkungslosen „Rettungsmaßnahmen“, die ohnehin nicht dem griechischen Volk zugute kommen, ganz zu schweigen von der Finanzierung von Millionen nichteuropäischer Wirtschaftsflüchtlinge.

Und was soll das Gerede von der Anwerbung ausländischer, also auch griechischer Fachkräfte – Facharbeiter, Akademiker, Leistungsträger? Wie sollen Griechenland, aber auch andere wirtschaftlich geschwächte Länder, wieder ihre Wirtschaft aufbauen, wenn der „reiche“ Norden ihnen die Leistungsträger abnimmt? Woher nehmen diese Länder dann ihre Fachkräfte? Darauf wird man von der politisch-medialen Klasse in unserem Land keine Antwort erhalten.

 

Neuen Kommentar schreiben

Bitte keine Beleidigungen oder strafrechtlich Relevantes, sonst werden Ihre Daten an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.
3.238.90.95
Bitte akzeptieren Sie Cookies.
Bitte geben Sie die Zahlen aus dem Bild ein (Spamschutz).
Bitte geben Sie Ihren Namen ein! Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse ein. __KEINE_GUELTIGE_EMAIL__ Bitte Kommentar eingeben Bitte geben Sie die angezeigte Zahlenfolge ein. Bitte lesen und bestätigen Sie unsere Datenschutzerklärung.
» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: