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21.02.2013

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Sitzenbleiben soll abgeschafft werden?

Ablenkungsmanöver der Planlosen

 

In der Debatte um das Sitzenbleiben, bzw. um das Abschaffen desselben in unseren Schulen, hat uns der Satz des KMK(Kultusministerkonferenz )-Präsidenten, Stephan Dorgerloh (SPD),: „Wir brauchen mehr individuelle Förderung“, positiv aufhorchen lassen.

Das würde ja konsequenterweise bedeuten, daß hier ein ganzheitlicher Ansatz dahinter stünde. Der wiederum sämtliche verquasten Schulreformen à la Verkürzung des Gymnasiums um ein Jahr, der Abschaffung der Hauptschulen, bzw. ebenso konzeptlosen Ummodelung zu Mittelschulen, sowie der als Inklusion getarnten Einsparungen von Sonder- und Förderschulen, ad absurdum führte. „Individuelle Förderung“ hieße dann, das Kind gemäß seiner Begabungen fördern und nicht „Friß-oder-Stirb“ im abgespeckten Bildungsetat, die Kinder schulmäßig vernachlässigen, und eindimensional trimmen oder durch die Maschen fallen lassen, wie es sich zur Zeit verhält. Sehr sympathisch.

Schön wär’s. „Individuelle Förderung“ meint in diesem Zusammenhang das Ausbessern von Defiziten, um so ein Sitzenbleiben zu verhindern. Das konnten früher die Kinder untereinander oder mit Hilfe der Eltern. Heute geht das offensichtlich nicht mehr, sonst wäre ja keine Bedarf an offizieller, programmatischer Nachhilfe. Wo Kinder nur noch ihren Fächern hinterher rennen und Eltern keine Zeit mehr haben, ihre Kinder wirklich aufzufangen, da offenbart sich das Versagen nicht nur in der Bildungs-, sondern ebenso in der Familien-, wie Arbeitspolitik. Wieder einmal auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen. Da mag der Spitzenkandidat der SPD, Christian Ude noch soviel Mitgefühl in Form verbaler Krokodilstränen ausdrücken: „Ich habe es schon in meiner Schulzeit nicht begriffen, warum Mitschüler, die in einigen wenigen Fächern nicht mitkommen, alle Fächer wiederholen müssen»(dpa), der Koalitionsvertrag von SPD und Grüne, der als Ziel festschreibt, "Sitzenbleiben und Abschulung durch individuelle Förderung überflüssig (zu) machen", ist einem planlosen Offenbarungseid gleichzusetzen. Da haben einige gutverdienende Leute wieder einmal einfach keine Lust, sich zu kümmern, so daß unsere Kinder wirklich künftig richtig und individuell, den Begabungen entsprechend, beschult werden könnten!

Die NPD hat da bessere Angebote in ihrem Programm. Reinschauen!

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